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Kurz vor Weihnachten erreichte mich und alle anderen Abschlussarbeiter und Doktoranden am Standort Hannover eine Einladung: Macht doch beim Conti Science Slam mit! Angehängt war ein Youtube-Link eines Science Slams aus Braunschweig um uns zu zeigen was ein Science Slam überhaupt ist: Eine lustige Präsentation des eigenen Forschungsthemas in 10 Minuten. Als Maschinenbauer ist es manchmal schwierig nicht-Techniker von dem eigenen Berufsfeld zu überzeugen. Also habe ich die Chance genutzt mein Thema so vielen Leuten näher zu bringen und mich angemeldet. Wenn ich damals gewusst hätte wie nervös ich kurz vor meinem Auftritt sein würde, hätte ich mich wahrscheinlich nicht getraut. Aber getreu dem Motto „What would you do if you weren‘t afraid?” habe ich mir mit einem Monat Vorlaufzeit darüber keine Gedanken gemacht.

Im Januar haben wir einen Vorbereitungsworkshop gehabt, in dem ich zum ersten Mal die anderen „Slammer“ kennen gelernt habe. An dem Abend haben wir auch erfahren, dass sich auf die fünf Plätze beim Science Slam genau fünf Leute beworben haben. Da ist mir zum ersten Mal bewusst geworden, dass es vielleicht doch kein Kinderspiel wird vor über 200 Studenten, Professoren und Conti-Mitarbeitern einen Vortrag zu halten und dabei auch noch witzig zu sein. Was ist wenn keiner lacht?

The winner of the Science Slam
Vorbereitung auf meinen Slam

Am Tag des Science Slams haben wir uns eine Stunde vorher getroffen. Dabei war auch das Organisationsteam und der Moderator, Jan Egge Sedelies, die den ganzen Ablauf noch einmal mit uns durchgegangen sind und versucht haben uns unsere Aufregung zu nehmen.

Der Science Slam beginnt

Dann ging es los. Wir wurden verkabelt, Jan hat dem Publikum die Regeln erläutert und es wurde auf der Bühne die Reihenfolge unserer Vorträge ausgelost. Ich habe nur gehofft, nicht erster zu sein, denn der erste hat die undankbare Aufgabe das Publikum „aufzuwärmen“. Im Endeffekt wurde mir zugelost als zweite vorzutragen, puh, Glück gehabt.

Auf einmal war der erste Vortrag auch schon um und ich wurde auf die Bühne gebeten und konnte erklären was Italiener und Engländer mit einem der stärksten Werkstoffe der Welt verbindet. In meinem Vortrag ging es um Faserverstärkte Kunststoffe, und warum diese ein so leichter und starker Werkstoff sind. Das habe ich an typischen Vorurteilen oder Eigenschaften erläutert, mit denen man Engländer (Schlange stehen) und Italiener (großer Familienzusammenhalt) verbindet.

Das beste Gefühl war, als ich mit meinem Vortrag begonnen habe und bei meinem ersten Witz das Publikum tatsächlich mitgelacht hat. Das hat mir einen richtigen Schub gegeben. Kurz vor Ende der Präsentationen hat meine Stimme fast noch versagt und ich bin ganz heiser geworden. Jemand hat mir noch schnell ein Glas Wasser auf die Bühne gebracht, aber ich war so mit dem Vortrag beschäftigt, dass ich das gar nicht bemerkt habe. Glücklicherweise konnte man mich trotzdem die ganze Zeit verstehen. Bei meiner letzten Folie und in meinem letzten Satz ertönte der Gong, das Zeichen, dass meine Zeit zu Ende war. Das Publikum hat aber sofort: „Weiter, weiter!“ gerufen, sodass ich meinen Vortrag noch beenden durfte. Die Regeln sind so, dass wenn das Publikum nicht „Weiter.“ gerufen hätte, der Vortrag vorbei gewesen wäre. Ganz schön streng, aber sehr lustig, um das Publikum mit einzubeziehen.

Die Erleichterung danach

Receiving the first prize!
Ich darf den ersten Preis entgegennehmen.

Somit war mein Vortrag beendet und es kam zur Wertung. 42 von 46 möglichen Punkten. Wow! Auf einmal wusste ich selber nicht mehr warum ich vorher so nervös gewesen war. Nach mir haben dann noch die drei anderen ihren Vortrag gehalten. Jetzt konnte ich auch entspannt zuhören und habe viel gelacht und einiges gelernt. Schließlich kam die Siegerehrung. Und Frau Strathmann hat mir symbolisch für den ersten Platz eine Conti Fleecejacke überreicht. Der eigentliche Preis ist, dass ich nächste Woche nach Österreich zur Premiere der neuen Winterreifen fahren darf. Ein riesiges Event auf das ich schon sehr gespannt bin und mich freue!

Video-Science-Slam-Viktoria

Pia Stender

I work for Continental since mid of july 2013. It´s my job and my pleasure to keep all interested users informed about career-tasks at Continental on our website, on facebook or other online media. Here I´m writing as an employee with work experience.

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