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Isabella (vorne links) und ihr Team

 

„Man muss auch mal loslassen können!“ sagte ich mir und sprang aus dem Flugzeug.

So fing es an, vor 6 Jahren. Mit großen Augen, klopfendem Herzen und verschwitzen Händen.

Mittlerweile trete ich regelmäßig bei nationalen Wettkämpfen im Fallschirmspringen an.

Und nein, es geht dabei nicht darum, wer zuletzt den Fallschirm öffnet!

Ich springe in einem Team. 5 Personen, 10 Fallschirme, 1 Flugzeug und viel Training. 4 Personen springen gemeinsam aus dem Flugzeug, einer filmt den Sprung. (Denn wer wüsste sonst, ob es wirklich passiert ist, wenn es keiner filmt?) Im Winter trainieren wir gemeinsam mit unserem Coach im Windtunnel, im Sommer auf Sprungplätzen. Wir trainieren auf dem Boden auf Rollbrettern (sieht ziemlich dumm aus) und dann in der Luft (sieht ziemlich cool aus). Wir bewegen uns wie eine Person, denn Timing ist alles, wenn wir erst in Flugzeugtüren stehen. 150kmh Gegenwind, der einem die Finger von der Außenverkleidung schälen will, eisig kalt unter die enge Kleidung fährt und der einem den Atem stocken lässt, unter uns 4000m nichts zwischen uns und der Erde. Jetzt muss es schnell gehen, der Pilot kämpft mit der Maschine, zu viel Gewicht auf einer Seite, zu wenig Geschwindigkeit um die Höhe zu halten, wir müssen raus, raus auf den relativen Wind, in den Luftstrom, wir müssen in einer gemeinsamen Bewegung raus, wir kennen uns, jeder Blick, jedes rütteln hat eine Bedeutung. Jeder hält jeden, denn das Team kann nur gemeinsam Punkte machen, Fehler sind immer ein Fehler vom Team, keiner ist allein. Zumindest bis wir nach 35 Sekunden zur Öffnungshöhe gelangen. Dann kämpft jeder für sich.

Weg vom Team! Fallschirm öffnen, Sicherheitsüberprüfung, funktionieren alle Systeme, erkenne ich die Landezone, sehe ich die anderen? Gibt es ein Problem stehen nur wenige Sekunden zur Verfügung. Hier heißt es Lösung finden und Entscheidung treffen. Sofort. Ursachen kann man später erforschen. Und muss man auch! Aber nicht jetzt. Prioritäten retten leben.

Und dann…das ganze wiederholen, bis man abends diesen wunderbaren Tag an der frischen Luft mit Freunden und Bier ausklingen lässt.

Es könnte schlechtere Wochenenden geben…

Und tatsächlich begann die Geschichte dieses Teams mit einem Projektseminar bei Continental.

„Setzt euch ein Ziel. Engagiert, aber realistisch. Macht einen Plan und dann setzt es um.“

Haben sie gesagt.

„Gründe ein Fallschirmwettkampfteam und gewinne eine deutsche Meisterschaft.“

Habe ich gemacht.

Und genauso, wie mein Herzblut in diesem Team steckt, steckt es auch in meinen Bauprojekten für Continental.

Mein Name ist Isabella Harter, ich bin studierte Architektin und arbeite für Continental Reifen Deutschland. Zusammen mit meinen Kollegen von UBP (Utilities Buildings and Projects) realisieren wir Werksneubauten und erweitern bestehende Werke, unterstützen unseres lokalen Kollegen bei Fragen und Herausforderungen zum Thema Bauplanung und -ausführung.

Und was haben Fallschirmspringen und internationale Bauprojektmanagement gemeinsam?

Freiheit und Verantwortung. Beides geht Hand in Hand und macht es für mich zu der schönsten Arbeit und zum schönsten Hobby der Welt.

Isabella Harter

Isabella Harter

My Name is Isabella Harter, I am an Architect and, together with my colleagues from the engineering Tires group UBP (Utilities, buildings and Projects), I am responsible for Construction Projects for Continental Tires all around the world.

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