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Vom 19. bis 30. November 2018 verbrachten Miguel und Martin aus Frankreich ein zweiwöchiges Praktikum im Ausbildungszentrum in Hannover-Stöcken. Martin wurde in Toulose geboren und ist 28 Jahre alt. Migueal ist 29 Jahre alt, wurde in Equator-Eugenie geboren und zog vor sieben Jahren nach Frankreich, um seinen beruflichen Plänen zu folgen. Die beiden sind Teil des Programms „Experiencing Europe“, in dem junge Menschen zwei aufeinanderfolgende Praktika in verschiedenen europäischen Ländern absolvieren. Dies bietet ihnen die Möglichkeit, zusätzliche Erfahrungen im Ausland zu sammeln und die gemeinsamen Werte der europäischen Integration aus erster Hand zu erfahren.

Miguel, Martin, wie habt ihr von dem Programm „Experiencing Europe“ erfahren?

Miguel: Martin und ich besuchen die „Second Chance School“ in Toulouse. Die Schule hat eine Partnerschaft mit Continental. Ein Kollege, Yoan, hat sich mit uns in Verbindung gesetzt. Er arbeitet für das Automobilwerk in Toulouse und war zuvor im Rahmen des HR-Trainee-Programms in Hannover-Stöcken.

Martin: Die „Second Chance School“ unterstützt uns dabei, unseren Beruf zu überdenken, indem sie uns einen Weg zur Beschäftigung bietet, der professionelle und soziale Unterstützung kombiniert. Wir studieren und absolvieren verschiedene Praktika. Jeder Schüler wird während des gesamten Trainingsprogramms von einem Trainer individuell betreut.

Wie kam es, dass ihr euch für den Standort Hannover-Stöcken entschieden habt?

Martin: Bevor wir hierher kamen, sollten wir zu einem der Continental-Standorte in Frankfurt kommen. Aber dann sagte Yoan, es sei besser, nach Stöcken zu gehen – dem Herzen und dem Gehirn von Continental, wenn es um Reifen geht.

Was waren eure ersten Erfahrungen hier in Hannover?

Martin: Wir haben uns verlaufen :-)! Am ersten Tag unseres Praktikums war die Straßenbahn kaputt, also mussten wir einen Bus nehmen – schlussendlich sind wir dann aber doch in Stöcken angekommen.

Miguel: Und dann ging es direkt richtig los: Die erste Woche haben wir in der Elektromechanik verbracht. Am ersten Tag haben wir eine Maschine entwickelt, die Kabel systematisch verbindet. In der zweiten Woche haben wir dann verschiedene Metallteile entworfen.

Was habt ihr in den letzten zwei Wochen gelernt? Hat euch diese Erfahrung geholfen, eine konkrete Vorstellung für die Zukunft zu bekommen?

Miguel: Aus persönlicher Sicht habe ich die Erfahrungen gemacht, dass die Stadt Hannover wirklich schön ist und dass Continental ein großes und einladendes Unternehmen ist. Beruflich war es das erste Mal, dass ich einen so großen Standort betreten habe. Eigentlich bin ich Maschinenführer. In der Produktion hier habe ich gesehen wie sie die Formen herstellen – das möchte ich auch tun.

Martin: Richtig, wir haben viel über Elektrizität und Metall gelernt. Mir ist klar geworden, dass ich Mechaniker werden möchte. Ich habe zwar noch keinen Ausbildungsplatz, aber sobald ich wieder in Frankreich bin, werde ich mich bewerben. Neben der beruflichen Perspektive habe ich auch erlebt wie es ist, in einer Stadt wie ein Außerirdischer zu leben. Die Menschen hier in Hannover scheinen etwas kühler zu sein als in Südfrankreich. Was mir aber wirklich gut gefallen hat, ist, dass die Menschen hier vor allem in der Straßenbahn besser organisiert sind. Die Bahnen waren morgens nicht so voll und nicht so laut – genau das Gegenteil zu unserer Stadt.

Möchtet ihr dem Team noch etwas sagen?

Martin: Ich möchte mich bei Yoan, Annika und dem Training Center Team für die Gelegenheit bedanken, die sie uns gegeben haben. Ich war bereits in Spanien, Italien und Deutschland, aber noch nie in einem dieser Länder beruflich tätig. Das war also sehr interessant.

Miguel: Es war eine perfekte Erfahrung. Wir waren sehr aufgeregt, hierherzukommen. Yoan sagte uns, dass wir dort sein werden, wo alles bei Continental angefangen hat – und das haben wir in Stöcken gesehen.

Über das Ausbildungszentrum: Das Ausbildungszentrum für technische Ausbildungsberufe ist seit 1997 in Hannover-Stöcken ansässig. In diesem Jahr haben 114 junge Talente ihre Ausbildung im Ausbildungszentrum begonnen. 48 arbeiten im kaufmännisch-technischen Bereich, die anderen sind kaufmännische Auszubildende und duale Studierende. Vier junge Kollegen kommen aus dem EQ Refugees-Programm und drei arbeiten mit dem Integrationsprojekt von ContiTech zusammen.

Henning Kautz, Leiter des Trainingscenters, betont: „Ich halte diese Art von Austausch in diesen Zeiten für äußerst wichtig. Die jüngere Generation muss alle Freiheiten in Europa kennen lernen. Es ist so toll, ohne Grenzen reisen zu können. Dies sind Erfolge, die sich alle Menschen bewusst sein sollten.“

RiefenstahlT

Hi, my name is Theresa and I'm 25 years old. After finishing my master's degree in economics, I've been working in the department of HR Communications Germany since 2018. During my studies I did an internship in the field of employer branding.

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