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Continental? Die mit dem Pferdchen? Damals dachte ich an den offiziellen Fußball-Sponsor, aber nicht daran, dass mein heutiger Arbeitgeber im schönen Taunus, in Hessen, einen Standort hat.

Und die suchen eine Werkstudentin?

Damals studierte ich Soziologie und BWL an der Goethe-Universität Frankfurt. Meine Schwerpunkte: Organisationssoziologie und Personalmanagement. Ich war auf der Suche nach einem interessanten Werkstudentenjob und einem potentiellen, zukünftigen Arbeitgeber. Bis zum Studienende war es ja nicht mehr weit. Schon lange war der Personalbereich mein „Wunschbereich“. Im Dezember 2011 startete ich als Werkstudentin bei Continental Automotive am Standort Schwalbach im Taunus. 1 ½ Jahre arbeitete ich ca. 16 Stunden pro Woche dort, in der Personalabteilung am Standort. So lernte ich die operative Arbeit der Personalreferenten kennen, bekam einen Einblick in strategische Personalthemen in Zusammenarbeit mit der Personalleitung und hatte die Möglichkeit, tolle Aktivitäten für Mitarbeiter/-innen im Rahmen von NewWork@Conti zu betreuen. Dazu gehörten Planungen von interkulturellen Trainings, Konzeptentwicklungen zur Vereinbarkeit von „Familie& Beruf“ und vieles mehr.

Zwei Monate vor Beendigung meines Studiums, hatte ich schließlich ein Gespräch mit unserer Personalleiterin am Standort. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt schon mehrfach geäußert, dass ich mich bei Conti sehr wohl fühle und mir einen Einstieg nach dem Studium durchaus vorstellen könne.

Schließlich kam es zu einem Gespräch und sie bot mir einen Direkteinstieg als Projektassistentin im Rahmen einer bevorstehenden Reorganisation an.

  • Unmittelbar nach dem Studium dieses Angebot einer Festanstellung zu bekommen = Großartig!
  • Auf 12 Monate befristet = Große Ernüchterung.

Das hatte ich mir anders vorgestellt und plötzlich befand ich mich in der Spirale von Flexibilität und Mobilität – Wo werde ich wohl in 12 Monaten sein?

Diese Einstiegstelle im Bereich Reorganisation war nicht meine erste Wahl. Restrukturierung, Umorganisation – in meiner Vorstellung war das immer negativ behaftet und mit Sorgen und Ängsten verbunden. Reorganisationen bringen jedoch auch Chancen für Veränderungen mit sich und sie sind nun einmal Bestandteil der Personalarbeit in einem Konzern. Und plötzlich steckte ich mittendrin. Heute bin ich sehr dankbar für diesen Einstieg, da ich in dieser Zeit unglaublich viel gelernt habe. Die Arbeit „hinter“ einer Umorganisation habe ich mir ganz anders vorgestellt, vor allem hatte ich niemals mit einer solchen Vielzahl von Menschen gerechnet, die hierbei involviert sind. Meine Aufgaben waren von Tag zu Tag sehr verschieden und ich lernte jede Woche neue Menschen bei Continental kennen. Koordination von Terminen, Abstimmungen sowie das Erstellen von Präsentationen und Listen gehörten von nun an zum Arbeitsalltag.

Die ersten Monate meines Direkteinstiegs bei Continental waren turbulent, sehr schnelllebig. Ich hatte Kontakt zu zahlreichen Continentälern an unterschiedlichen Standorten und lernte somit die internationale Personalarbeit kennen. Nun – die Probezeit war vorbei, mein erstes Feedback Gespräch als „Vollzeitbeschäftigte“ bei Continental war absolviert und nach einigen Tagen hielt ich einen großen weißen Umschlag in den Händen – meinen unbefristeten Vertrag!

Die anfängliche Sorge – was wird wohl in 12 Monaten? –  hatte sich nun in Luft aufgelöst und ein große Portion Sicherheit hatte den Platz eingenommen. Nach wenigen Monaten wurde mein befristeter Vertrag in einen unbefristeten umgewandelt und ich wurde innerhalb der lokalen Personalabteilung versetzt.

Seit Januar 2014 betreue ich nun als Personalreferentin den Bereich Qualification Laboratory Schwalbach: Labor für EMV (Elektromagnetische Verträglichkeit), das Umweltlabor und die Prüfmittelentwicklung. Der Kontakt und die tägliche Zusammenarbeit mit den Mitarbeiter/-innen machen mir großen Spaß.

Ca. 50 % meiner Tätigkeiten umfassen Themen wie die HR Kommunikation am Standort sowie die Projektkoordination der NewWork@Conti Aktivitäten für Mitarbeiter/-innen am Standort. Dazu gehören Fahrsicherheitstrainings, Interkulturelle Trainings, Betreuung der Sprachenstammtische und der Sprachentandems am Standort und vieles mehr.

Ich stehe dabei regelmäßig mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen am Standort in Kontakt und in regem Austausch mit ihnen. Ich habe einfach Freude daran – Freude an Menschen.

Ich im Büro
Ich im Büro

Von meinem Studiengang (Sozialwissenschaften) wird oft und gerne behauptet, er bringe Generalisten hervor: Genau diese Rolle als Generalist genieße ich nun im Personalbereich. Ich genieße es, dass meine Aufgaben über die Personalbetreuung im klassischen Sinne (Recruiting, Personalentwicklung, …) hinaus gehen und ich zudem interessante Sonderprojekte betreuen darf.

Mein größter Wunsch während des Studiumswar ein Direkteinstieg im Personalbereich und heute muss ich mich manchmal kneifen, um zu realisieren, welch‘ tolle Themen ich bei Continental betreuen und voranbringen kann.

Claudia Suess

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