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Mein Name ist Liza und heute werde ich euch erzählen, wie ich meinen jetzigen Job gefunden habe, nachdem ich vor zwei Jahren bei Continental begonnen habe. Ich wollte schon immer in einem großen internationalen Unternehmen aus der Automobilbranche arbeiten, und während des Studiums kam noch ein zusätzlicher Wunsch dazu – mein Traumarbeitgeber sollte unter anderem ein Traineeprogramm mit einem internationalen Assignment und garantierter Übernahme anbieten. Continental hat alle diese Punkte erfüllt und nach einem sehr schnellen Bewerbungsprozess wurde ich zu einem Assessment Center vor Ort eingeladen. Das Assessment Center war sehr anders, als ich es kannte – die Stimmung war entspannter, es gab fast keine Spannung und es fühlte sich nicht wie ein Wettbewerbsumfeld an.
Das Programm selbst ist sehr international, so waren in meinem Jahrgang Leute aus China, Deutschland, Frankreich, Indien, der Türkei und der Ukraine dabei. Auch ausbildungstechnisch waren wir sehr vielfältig und hatten sowohl IT- als auch Engineering- und Business-Absolventen unter uns. So viele verschiedene Hintergründe in einer Gruppe zu haben war eine sehr bereichernde Erfahrung.

Das Corporate IT Graduate-Programm enthält vier jeweils sechs Monate lange Assignments. Für jedes Assignment wechselt man die Division und den Standort, eines absolviert man im Ausland. Die Auswahl beinhaltet Assignments in Nord- und Südamerika, Asien und Europa.

Pictured Rocks National Lakeshore (MI, USA)

Ein Teil des ersten Assignments war ein Gruppenprojekt. Das Projektthema ändert sich jedes Jahr und gibt einem die Möglichkeit, erste Erfahrungen mit Continentals Projektmanagement zu sammeln. Das heißt, dass wir schon zu Beginn des Programms die Gelegenheit hatten, an einem realen Projekt zusammenzuarbeiten, gemeinsam mit einem Steering Committee, Projekt Charters, designiertem Projektmanager, Sponsoren usw. Auch ein zusätzliches Projektmanagement-Training wurde uns angeboten.

Unser Gruppenprojekt war ziemlich herausfordernd, da wir gleichzeitig an unseren Assignments arbeiten mussten, was es erschwerte, sich mit allen Teammitgliedern und dem Betriebsrat zu koordinieren. Darüber hinaus mussten wir uns veränderlichen Anforderungen anpassen, Interviews mit Werksmitarbeitern durchführen und basierend auf den Interviewergebnissen Lösungen entwickeln. Aber je größer die Herausforderung, desto größer auch die Zufriedenheit am Ende!

Die Interviews durchzuführen war mein Lieblingsteil des Projektes, da ich direkt mit den Shopfloor Mitarbeitern und Schichtleitern reden konnte und ihre Einsichten und Erfahrungen zu interessanten Diskussionen führten. Und erst kürzlich habe ich mitbekommen, dass unser Projekt nicht vergessen wurde – das Thema wird von einem Vollzeit-Team weiterverfolgt und ich freue mich schon auf ihre Ergebnisse.

Mein persönlicher Weg durch das Graduate-Programm war sehr abwechslungsreich. Mein erstes Assignment war im Service Management bei der HR IT, wo wir Mitarbeiter-Feedback Tools betreuten. Im zweiten Assignment arbeitete ich in der Cybersecurity und im Technical Architecture Management. Beide Fachgebiete waren mir neu, was mir die Gelegenheit gab, enorm viel zu lernen und mir noch in meiner heutigen Position hilft. Das dritte Assignment führte mich nach Auburn Hills (Michigan, USA) und in die Automotive-Division, wo die Optimierung von Projektmanagement-Tools meine Hauptaufgabe darstellte. Besonders sind mir der warme Empfang und die Freundlichkeit meines dortigen Teams im Gedächtnis geblieben, sowie ihre Freude daran, mir ihr Land zu zeigen und meinen Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten.

Marshall’s Beach, San Francisco (CA, USA)

Ich nahm die Gelegenheit wahr, das erste Mal in den Staaten zu sein, und bereiste beide Küsten sowie meinen “Heimat”-Staat Michigan – ein großartiges Erlebnis.
Mein viertes und finales Assignment brachte mich nach Hannover zurück, zur Forschung und Entwicklung in der Division Tires, wo ich Teil des Teams zur Konfiguration und dem Anforderungsmanagement einer neuen Software zum Management des Produktlebenszyklus war. Durch den direkten Produktbezug dieses Projekts lernte ich viel über unser Kerngeschäft und die große Menge an Arbeit, die in die Reifenentwicklung investiert wird. Der einzige Nachteil der häufigen Teamwechsel waren die unvermeidbaren Abschiede am Ende jedes Assignments, von denen ich glücklicherweise schnell durch neue Fachgebiete und die damit verbundenen neuen Herausforderungen sowie ein neues Arbeitsumfeld abgelenkt wurde.

Seitdem ich das Programm im August 2019 abgeschlossen habe, arbeite ich als Solution- und Projektmanager im eRecruiting in dem Team, welches mich als erstes in 2017 begrüßte. Bei meiner täglichen Arbeit profitiere ich weiterhin von den Erfahrungen und Kontakten, die ich während der Assignments gesammelt und geknüpft habe.

Ielyzaveta Manko

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