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Was bedeutet Continental für Sie als Arbeitgeber?

Continental ist für mich ein führendes deutsches Technologieunternehmen, dass durch die große technologische Bandbreite des Produktportfolios in besonders hohem Maße für die Herausforderungen der Zukunft im Bereich automated driving, digitalization und servitization gerüstet ist. Dabei wird von den Mitarbeitern und vom Management ein Fokus auf effiziente Entwicklungs- und Produktionsprozesse sowie eine gute Unternehmenskultur gelegt. All diese Punkte sind für mich persönlich sehr wichtig und ich kann mich gut mit dem Unternehmen identifizieren. Ich bin stolz darauf Teil dieses Unternehmens zu sein.


Werdegang: Welche Stationen haben Sie durchlaufen, wo gab es Entscheidungspunkte eine bestimmte Richtung einschlagen zu müssen?

 Ich habe bei Continental ein duales Studium im Bereich Reifen absolviert. Dabei habe ich eine Mechatroniker-Ausbildung als auch ein Maschinenbaustudium erfolgreich abgeschlossen. In den vorlesungsfreien Zeiten konnte ich in praxisorientierten Projekten bereits erste Berufserfahrung sammeln.

Nach meinem Abschluss als Master of Engineering bin ich im Bereich Research and Development als Entwicklungsingenieur für Pkw-Reifenprofile eingestiegen. Neben meiner Vollzeitanstellung hat mir Continental die Möglichkeit gegeben mein akademisches Wissen mit einem Master of Business Administration zu erweitern. Nach etwa zweieinhalb Jahren bin ich innerhalb der RnD in den Bereich Erstausrüstungsentwicklung für Pkw-Reifen gewechselt. Mittlerweile bin ich in diesem Bereich als Gruppenleiter verantwortlich für die Entwicklung aller Pkw-Reifen für Fahrzeuge der Volkswagen Gruppe in Europa, mittlerer Osten und Afrika.

 

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

Meine Hauptaufgabe besteht darin Reifen für neue Fahrzeugmodelle der Automobilhersteller nach einem definierten Anforderungskatalog und Zeitplan zu entwickeln. Dabei bauen meine Entwicklungsgruppe und ich Prototypenreifen und vermessen diese in objektiven als auch subjektiven Reifentests wie zum Beispiel strukturelle Haltbarkeit, Schnelllauf, Rollwiderstand, Handling. Danach schicken wir diese Prototypenreifen zu unseren externen Kunden, welche das Gesamtbild der Reifenperformance mit ihren eigenen Reifentests komplettieren. Danach wird entschieden, ob die Reifen in bestimmten Kriterien weiter optimiert werden müssen oder bereits für den Serienanlauf der neuen Fahrzeuge vorbereitet werden können.

In der Reifen-Entwicklung für Erstausrüstungskunden wie Volkswagen oder Audi ist ein typischer Arbeitstag in der Regel sehr abwechslungsreich, da ich die Kundenanforderungen innerhalb der Continental vertreten, weitergeben und abstimmen muss. In meinem Arbeitsalltag muss ich daher mit sehr viele Schnittstellen, das heißt anderen Abteilungen der Continental, kommunizieren und Lösungen für die verschiedensten Probleme finden. Zu diesen Schnittstellen zählen unter anderen das Produktionswerk, die Testabteilung, Produktlinien- und Plattformentwicklung sowie Marketing oder Kundendienst.

Zusätzlich zu meiner Arbeit als Entwicklungsingenieur habe ich eine Gruppenleitungsfunktion für das Reifen-Entwicklungsteam. Hier kümmere ich mich um Kapazitätsplanungen innerhalb der Gruppe, strategische Fragestellungen und Ausrichtung und bin Ansprechpartner für meine Mitarbeiter.

 

Continental & Familie – Welche Erfahrungen haben Sie mit Continental in Bezug auf die Vereinbarkeit mit Ihrer Familie gemacht? Wie finden Sie den Ausgleich zwischen Arbeit und Freizeit?

In der Forschung und Entwicklung haben wir flexible Arbeitszeiten, die es mir sehr gut ermöglichen meine Familie mit Frau und zwei Kindern und meinen Beruf zu vereinen. Seit Kurzem hat jeder Mitarbeiter die Möglichkeit Angebote wie mobiles Arbeiten, Sabbaticals oder Gleit- und Teilzeitmodelle zu nutzen, was die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter erhöht.

Als meine Kinder geboren wurden, habe ich in beiden Fällen Elternzeit genommen. Ich hatte immer das Gefühl, dass Continental nicht nur die Möglichkeit hierzu geschaffen hat sondern mich sogar in der Entscheidung bestärkt hat, Elternzeit zu nehmen. Selbstverständlich konnte ich danach auf die gleiche Stelle zurückkehren und ich hatte keinerlei negative Auswirkungen auf meine weitere Karriere.

Was raten Sie Schülern und vor allem Berufsanfängern heutzutage?

Ich habe mich bereits in meiner Schulzeit intensiv damit beschäftigt, in welchem Bereich ich später arbeiten möchte. Mein Schülerpraktikum habe ich zum Beispiel in einer Medienagentur absolviert und habe dort festgestellt, dass dieser Bereich für mich nicht interessant ist. In meiner Schulzeit habe ich unter anderem auch ein Schnupperstudium an der Universität Hannover gemacht, um zu erfahren, ob ein Maschinenbaustudium das Richtige für mich ist.

Daher rate ich Schülern als auch Berufsanfängern sich bereits früh zu überlegen, welche persönlichen Interessenschwerpunkte man hat und danach die jeweilige Ausbildungs- oder Studienrichtung beziehungsweise den Beruf zu wählen. Ich bin der Meinung, dass in beiden Fällen die persönlichen Interessen ein höheres Gewicht bei der Entscheidung haben sollten als zum Beispiel die Verdienstmöglichkeiten. Mit Enthusiasmus, einem gutem Kommunikationsverhalten, einer hohen Ziel- und Qualitätsorientierung sowie einem großen Teil Spaß können tolle Karrieren entstehen.

Niklas Karow

I started my dual education at Continental in 2015. Since then I am part of the Facebook Content Team Hanover.

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