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Herr Wondrich, seit wann sind Sie bei Continental?
Ich habe 2004 hier angefangen, zunächst als Softwareentwickler. Dann habe ich berufsbegleitend meinen MBA in Leipzig gemacht. Zeitgleich bin ich zum Controlling gewechselt, anschließend ins Business Development der CES und heute arbeite ich als Sales Manager für die PSS.

Wie kam es zum eigenen Start-up?
Schon im Studium wollte ich etwas Eigenes machen. Ich erinnere mich an eine Mountain-Bike-Tour im Schwarzwald. Bei einem Stopp dachte ich:„Wie schön ist das alles – die Natur.“ Zurück zu Hause hörte ich wieder von Ölkatastrophen und dergleichen. Mit zunehmendem Alter macht man sich mehr Gedanken um die Zukunft und fragt: Wie kann ich helfen? Was 2009 vage begann, wurde 2016 zum Business.

Ein Start-up neben dem Job – ist das nicht anstrengend?
Es ist alles eine Frage der Balance. Natürlich darf der Job nicht darunter leiden, das habe ich mit meinem Chef so abgesprochen. Weil es auf Dauer zu fordernd ist, nur an meinen freien Tagen zu arbeiten, habe ich drei Mitgründer gefunden.

Was nehmen Sie aus der Gründung mit in Ihren Alltag bei Continental?
Klingt banal, aber vor allem selbstständiges, verantwortungsbewusstes Arbeiten. Bei Herausforderungen frage ich mich: „Wie würdest du das bei Aidletics lösen?“ Meine Herangehensweise wurde pragmatischer.
Für meine Tätigkeit im Vertrieb habe ich nun eine ganzheitliche Denkweise. Ich achte mehr darauf, was für das Unternehmen wichtig ist, und sehe meine Arbeit im Gesamtkontext.

Wie unterscheidet sich der Innovationsprozess in Start-ups und Unternehmen?
Ein grundsätzlicher Unterschied sind finanzielle Themen. Gewinn ist für beide wichtig, aber ein großes Unternehmen muss deutlich mehr erwirtschaften, um seine Strukturen zu finanzieren. Innovationen brauchen Freiraum, Platz zum Ausprobieren, auch mal zum Scheitern. Dieses Risiko können sich etablierte Unternehmen oft nicht leisten. Ideen brauchen natürlich auch Geld. Doch die reinen Zahlen interessieren die Investoren bei Start-ups oft gar nicht primär. Wichtig sind die Leute, die dahinterstehen, deren Motivation und Einsatzbereitschaft. Und eben die Idee.

Und wie geht es weiter?
Ich freue mich, dass Continental sich entschlossen hat, für seine Mitarbeiter ebenfalls eine Aidletics-Challenge anzubieten. Ich hatte das vorgeschlagen und plötzlich ging alles ganz schnell. Ich bin sehr auf die Rückmeldungen meiner Kollegen gespannt.

 

 

Für weitere Informationen schauen Sie sich das Aidletics Imagevideo an.

Finja Ostermann-Emden

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